Österreichischer
Berufsverband für
Rhythmik/Musik- und
Bewegungspädagogik
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Rhythmik ist eine künstlerisch-pädagogische Arbeitsweise. Sie fördert die Persönlichkeitsentwicklung und die Kreativität, differenziert die Wahrnehmung, vertieft die Körpererfahrung und erweitert die Kommunikationsfähigkeit des Menschen.

Rhythmik - und das ist das Besondere an ihr - arbeitet mit den verbindenden Elementen von Musik und Bewegung und setzt Stimme und Materialien ein. Rhythmik erlaubt das Spielerische, gibt Raum für das Experiment.

Rhythmik ermöglicht es TeilnehmerInnen, sowohl einzeln oder zu zweit als auch in der Gruppe vielfältige soziale Beziehungen zu erfahren.

Rhythmiker/innen sind besonders befähigt in künstlerisch-pädagogischen Aufgabenstellungen spontan und flexibel auf Bedürfnisse einer Gruppe oder einer Einzelperson einzugehen. Sie gelangen auf spielerisch-kreativem Weg zum Ziel.

Was ist Rhythmik?

Rhythmik (Rhythmisch-musikalische Erziehung) ist eine künstlerisch-pädagogische Arbeitsweise, die

  • Musik
  • Bewegung
  • Stimme/Sprache
  • Materialien

kombiniert und verknüpft. Dadurch erweitert und differenziert sie die individuelle Ausdrucks- und Gestaltungsfähigkeit.

Rhythmik ist nicht nur Musik- und Bewegungserziehung, sondern fördert und entwickelt auch:

Persönlichkeit
Wahrnehmung und Körperbewußtsein
Kreativität und
Kommunikationsfähigkeit des Menschen


Die Anfänge der Rhythmik

Die Anfänge der Rhythmik gehen auf den Einfluß kultureller und sozialer Erneuerungsbewegungen um die Jahrhundertwende zurück. Die seelen- und leibfeindlichen Tendenzen der jungen Industriegesellschaft ließen eine stark auflebende Körperkultur entstehen, die den Menschen als Einheit von Körper­Seele­Geist ansprach.

Von einem ganzheitlichen Menschenbild ausgehend, entwickelte der Genfer Musikpädagoge Emile Jaques-Dalcroze eine Lehrweise, die den körperlichen mit dem musikalischen Rhythmus verband.
Die ursprüngliche Methode der Musikerziehung wurde von Schülerinnen Dalcrozes wie Elfriede Feudel und Maria Scheiblauer in Richtung Persönlichkeitsentwicklung erweitert und wird heute in den unterschiedlichsten Bereichen wie der Vorschulerziehung, der Musikpädagogik, in Tanzausbildungen, in der Erwachsenenbildung bis hin zur Sonderpädagogik angewandt.